Die Vorgehensweise eines Virenprogramms ist sehr einfach: Die Software scannt den PC nach Computerviren, trojanischen Pferden und Würmern und gleicht dabei alle auf dem Computer vorhandenen Dateien mit einer umfangreichen Viren-Datenbank ab, welche die Signaturen bekannter Schädlinge enthält.
Die Datenbank wird vom Hersteller der Antivirensoftware ständig aktualisiert, sodass auch Viren gefunden werden können, die erst seit kurzer Zeit in Umlauf sind. Je besser die Datenbanken von den Programmanbietern gepflegt und erneuert werden, desto zuverlässiger arbeitet das Virenprogramm. Der User muss sich jedoch darum kümmern, die Antivirensoftware regelmäßig upzudaten und dafür sorgen, dass das Programm den Computer automatisch oder durch manuellen Aufruf regelmäßig scannt.
Doch allmächtig sind Virenprogramme nicht. Mitunter werden Viren in Umlauf gebracht, die sich so gut tarnen können, dass sie von fast keinem Virenprogramm erkannt werden. Deshalb kommt es vor, dass trotz eines Updates der Software ein Virus nicht identifiziert wird und nicht beseitigt werden kann.
Der Virenscanner arbeitet meist im Hintergrund als Systemdienst. Dabei lässt sich einstellen, welche Bereiche des Computers gescannt werden sollen. Echtzeitscanner installieren spezielle Filtertreiber, die Schnittstellen vom Scanner zum Dateisystem sind. Jedoch sind nicht alle verdächtigen Dateien, bei denen das Virenprogramm Alarm schlägt, tatsächlich Computerschädlinge. Die Antivirensoftware meldet alle Dateien, die gleiche Muster beziehungsweise gleiche Eigenschaften wie bekannte Malware aufweisen. Nicht immer handelt es sich dabei wirklich um einen Virus.
Sobald eine verdächtige Datei entdeckt wurde, fragt die Virensoftware den User, wie weiter vorgegangen werden soll. Der Anwender kann sich dann dafür entscheiden, die Datei zu löschen oder in Quarantäne zu verschieben. Oft wird die betroffene Datei automatisch isoliert, beziehungsweise der Zugriff auf sie verweigert. Falls ein Virus nicht alleinstehend ist, sondern eine ansonsten nützliche Datei des Systems befallen hat, bieten viele Antivirenscanner die Option, einen Reparaturversuch zu starten.
Zu den zuverlässigsten Virenprogrammen für Privatanwender gehören Norton AntiVirus, Avira AntVir und Kaspersky Anti-Virus. Die Software erkennt 99 Prozent aller Viren sowie 98 Prozent aller Spyware-Schädlinge und beseitigt diese restlos. Besonders überdurchschnittliche Ergebnisse zeigt Kaspersky Anti-Virus 2012 beim Erkennen und Bekämpfen von Rootkits. Solche Schädlinge haben sich tief im System versteckt und sind deshalb eine besondere Herausforderung. Man konnte Kaspersky Anti-Virus 2012 testen und hat dabei 94 Prozent der im System aktiven Rootkits entdeckt, die die Software komplett entfernt hat. Mit dieser Leistung liegt die Virensoftware von Kaspersky weit über dem Durchschnitt.


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